2012 – Achim Pasold

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Pressebericht

Der Verleger Achim Pasold (58) aus Köngen bei Stuttgart wurde am vergangenen Samstag in Siegertsbrunn bei München vom traditionsreichen Alpenklub Berggeist (AKB) als „Berggeist des Jahres“ ausgezeichnet. Einer der kleinsten Alpenklubs Europas und eine DAV-Sektion ohne alle Dienstleistungsambitionen möchte mit dem 2004 erstmals vergebenen Preis auf Personen aufmerksam machen, die sich im Sinne der Vereinssatzung besonders um den „idealen Wert des Bergsteigens“ verdient gemacht haben. Der Autor und Filmemacher Malte Roeper meinte in seiner Laudatio, dass Pasolds Panico-Verlag „ein Gefäß für das geistige Leben des Bergsports im deutschsprachigen Raum“ sei, und der Verleger „der Siegfried Unseld der deutschen Alpinliteratur.“ Pasold habe Autoren entdeckt und gefördert wie Robert Steiner, Robert Rauch, Peter Brunnert, den Karikaturisten Erbse Köpf – und nicht zuletzt Malte Roeper selbst.
Achim Pasold, der die Schwäbische Alb als seine „sportliche Wiege und geistige Heimstatt“ bezeichnet, ist auch 31 Jahre nach der Gründung des Selbstverlags noch auf einer halben Stelle als Berufsschullehrer tätig. Seine Leidenschaft für das Klettern hat ihm im Lauf der Jahre mehr als 500 Erstbegehungen eingebracht. „Die ersten Kletterführer waren gewollt minimalistisch und handgestrickt“, beschreibt Pasold seinen Start als Verleger. Als „entscheidendes Werk in der Verlagsgeschichte“ nannte Roeper den 1988 publizierten Titel „Poeten des Abgrunds“; diese erste belletristische Veröffentlichung des Verlags war eine Sammlung neuer Geschichten vom Klettern bzw. Geschichten vom neuen Klettern. Die moderne Kletterszene hatte hier ihre Sprache gefunden und einen Verleger, der dazu gehörte.